Slut-Shaming

Slut-Shaming bezeichnet den Angriff auf und die Abwertung von Frauen* und Mädchen* wegen ihres vermeintlich sexualisierten Auftretens, ihrer sexuellen Aktivität oder auch nur wegen bestimmter Kleidungsweisen. Die Grenze zwischen gesellschaftlich akzeptablem und unakzeptablem sexuellem Verhalten oder Aussehen ist dabei willkürlich, jedoch stark verbunden mit Rassismus und Klassismus. Gleichzeitig ist unsere Gesellschaft geprägt von einer Sexualisierung, die Frauen* und Mädchen* dahin gehend drängt, “sexy” sein zu müssen. Mädchen* und Frauen* bewegen sich also auf dem Drahtseil einer Doppelmoral, die heterosexuelle Sexyness zwar als Norm setzt, in jedem Augenblick diese aber als Norm-überschreitend (=”schlampig”) brandmarken kann.

In diesem Spannungsbereich bewegen wir uns auch als Pädagog*innen im Umgang mit Jugendlichen. Wie können wir Mädchen* in einem positiven, aktiven Umgang mit ihrer Sexualität unterstützen und sie gleichzeitig in ihrer Resilienz gegenüber objektivierender Sexualisierung stärken? Inwiefern kollidieren manchmal diese beiden Ansprüche? Welche Verhaltensweisen stellen eine reale Gefahr für die Mädchen dar und wann projiziere ich meine eigenen Moralvorstellungen?

In diesem Webinar werden wir über diesen Spannungsbereich reden. Weiterhin geht es um die Reflexion der eigenen Haltung als Fachkraft: Was ist für mich “schlampig” und warum? Welche Körperpraxen und Bekleidungen sind für mich inakzeptabel? Welche Tänze oder Profilbilder möchte ich den Mädchen* eigentlich ausreden? Hierbei wird es viel Raum für Austausch und Fragen geben.

Referentin:

Ines Nadrowski studierte Politik und Geschichte sowie Angewandte Sexualwissenschaften. Sie betreibt (queer-)feministischen Aktivismus und Recherchen mit Fokus auf Sexualität und Intersektionalität und ist mit dem gleichen Fokus seit 2010 in der Mädchen*arbeit tätig. Ihre thematischen Schwerpunkte sind Sexismus und Slutshaming, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, Prävention sexualisierter Gewalt in digitalen Medien sowie kreative Medienpädagogik.

 

Termine folgen!

Kostenlos

Für einen reibungslosen Ablauf loggen sich die Teilnehmenden 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung in den Raum ein, um gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der FUMA die Technik zu überprüfen.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

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