Jungen_arbeit in der Migrationsgesellschaft

In der Öffentlichkeit werden Jungen häufig in Verbindung mit problematischen Geschlechterkonzepten wahrgenommen. Bei Jungen mit Flucht- und Migrationshintergrund fließen zusätzlich ethnisch-kulturelle Begründungmuster mit ein. Insbesondere nach den sexuellen Übergriffen von Männern Silvester 2015/2016 ist verstärkt eine Diskussion über Geschlechter- und Männlichkeitskonzepte zu diesen Jungengruppen entfacht.

Auffällig ist, dass ein respektloser Umgang mit weiblichen Fachkräften schnell als „ethnisch-kulturelles Problem“ markiert wird. Diese Jungengruppen sind einerseits individuell-institutionell und strukturell von Rassismus betroffen und andererseits greifen manche selbst auf ethnisch-kulturelle Kategorien zurück, wie z.B. das der Ehre. Was steckt dahinter? Gleichzeitig ist zu fragen, wie Jungen_arbeit (intersektional gedacht) sich mit immer weiter verändernden Männlichkeiten in diskriminierend (z.B. rassistisch, sexistisch, trans-/ homofeindlich u.a.) aufgeladenen gesellschaftlichen Kontexten positionieren muss?

Im ersten Teil werden folgende Themen behandelt:

  • Gesellschaftlich dominante Bilder über Jungen mit Flucht- und Migrationshintergrund unter rassismuskritischer Perspektive
  • Grundlagen von Jungen_arbeitsansätzen (in Verbindung einer rassismuskritischen Migrationspädagogik)

Im zweiten Teil der Veranstaltung werden Kolleg_innen von „Heroes“ folgende Inhalte behandeln:

  • Vorstellung des Praxisprojektes „Heroes – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre. Ein Projekt zur Gleichberechtigung von Jungs e.V.“
  • Erfahrungsberichte und die Darstellung von Szenen zu den Themen „Ehre und Männlichkeit“
  • Diskussion, Reflektion und Erarbeitung von Lösungsansätzen für den Umgang in der Praxis

Referent_innen: Birol Mertol (FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW)

Susanne Lohaus und Selim Asar (Projekt- und Gruppenleitung des Projektes „Heroes“)

 

Termin 2019 folgt

Kosten: 50€

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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