Respect Diversity!
Anti Bias in der Praxis

Vorurteilsfrei – geht das überhaupt?!

Die Neue Mitte-Studie zeigt, dass ein Großteil unserer Bevölkerung eine demokratische und vielfältige Gesellschaft befürwortet. Gleichzeitig äußert ein Drittel der Bevölkerung Zustimmung zu menschenfeindlichen Einstellungen und Vorurteilen.

Unsere Antwort auf diese Herausforderung ist der Anti-Bias Ansatz! Er eröffnet für die pädagogische Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe einen Möglichkeitsraum Vielfalt zu fördern, für Diskriminierung zu sensibilisieren und die Mechanismen von Vorurteilen kritisch zu reflektieren.
Somit können wir Diskriminierungen besser erkennen und den Abbau von Benachteiligungen fördern.

Gemeinsam wollen wir Antworten finden!

  • Wie kann Vorurteilen und menschenfeindlichen Haltungen entgegengewirkt werden?
  • Was benötigen pädagogische Fachkräfte, um in analogen und digitalen Räumen eine bessere Positionierung gegen Vorurteile und menschenverachtende Äußerungen einzunehmen?
  • Wie können Handlungsstrategien für eine vorurteilsreflektierte Praxis und das eigene Umfeld entwickelt werden?

Wir freuen uns besonders auf unsere beiden Keynote Speaker*innen am Vormittag, Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld) und Žaklina Mamutovič (Referentin in der politischen Bildung).

Unsere Fachtagungen sind gekennzeichnet von einem hohen Maß an Partizipation, freue dich auf Austausch- und Reflexionsformate wie die Transfergruppen und Fishbowl – Diskussion und bringe dich aktiv in unserer Veranstaltung ein.

Weitere Informationen demnächst hier….

 

Termin: 11. März 2020

Ort: Stadtweinhaus Münster

Impulsvorträge

 

Vorurteilsbewusste Bildung und Haltung – Einblicke in den Anti-Bias Ansatz

Das englische Wort “Bias” bedeutet übersetzt “Voreingenommenheit” oder auch “Einseitigkeit”.

Soziale Ungleichheit, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Teil gesellschaftlicher Realitäten. Um dem entgegenwirken zu können sind präventive und diskriminierungskritische Konzepte für die pädagogische Praxis unerlässlich .

In dem Vortrag wird zum einen der Anti-Bias Ansatz vorgestellt, der davon ausgeht,  dass wir Vorurteile erlernen, weil sie integraler Bestand von gesellschaftlichen Ideologien sind.  Es ist ein intersektionaler Ansatz, der die verschiedenen Formen von Diskriminierung als Ausdruck gesellschaftlich ungleicher Positionen und Machtverhältnisse und ihre vielschichtigen gegenseitigen Verstrickungen in den Blick nimmt. Zum anderen werden auch Einblicke und Gelingensbedingungen für die pädagogische Praxis anhand von Beispielen vorgestellt. 

 

In feindseliger Gesellschaft?! Empirsche Beobachtungen zu menschenfeindlichen Einstellungen und ihren Konsequenzen für die Diskriminierung von Minoritäten

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Langzeitstudie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die seit 17 Jahren vorurteilslastige und diskriminierende Einstellungen und Überzeugungen untersucht. Dabei werden Vorurteilsmuster gegenüber Gruppen in  repräsentativen Umfragen gemessen und diese werden im Zusammenhang zu politischen Überzeugungen wie auch diskriminierenden Verhaltensabsichten gebracht. Der Vortrag wird diskutieren, wie und wann Einstellungen zu Diskriminierungen führen.