Digitale Jugend. Das Gefährliche und die Gefährdeten

Schon immer haben sich im Reden der Erwachsenen über die Jugend verschiedene Fragen miteinander verbunden: was ist gefährlich und was gefährdend? Wer ist überhaupt gefährdet? Was muss kontrolliert werden? Und wie? Wer braucht Schutz? Wer Aufklärung? Wer eine Grenze?

In der Ära des Social Web spielt sich jugendliches Leben in großen Teilen auch virtuell ab. Damit sind neue Räume und neue Möglichkeiten entstanden. Aus ihnen ergeben sich auch neue Fragen für Pädagog*innen und ihr Handeln in der Praxis. 

Das Web-Seminar widmet sich den unterschiedlichen Facetten jugendlichen Mediengebrauchs zwischen „Gefährdung“ und „Gefährlichkeit“. Dabei werden wir eine  geschlechterreflektierende Perspektive einnehmen.

 

Das Web-Seminar gliedert sich in drei Teile.

  • Im ersten Teil fragen wir danach, was „Medialisierung“ eigentlich genau bedeutet und wie in diesem Prozess die Grenzen zwischen offline und online zunehmend verwischen. Zudem verschaffen wir uns einen Überblick über die verschiedenen medialen Handlungsformen, die in der Praxis relevant sind – von „happy slapping“ über „cyberharrasment“ bis hin zum Austausch expliziter Fotos.
  • Im zweiten Teil werden wir anhand von zwei konkreten Beispielen – „Cyberobscenity“ und „Sexting“ – überlegen, wo öffentliche Debatten Handlungsaufträge erteilen und wo sie aus professioneller Sicht überhaupt notwendig sind.
  • Im dritten Teil widmen wir uns Praktiken des „Cyber-Mobbings“ im Zeitalter der Bilder und ihrer Manipulierbarkeit. Und wir fragen, wie Praktiker*innen mit dieser Fülle an neuen technischen Möglichkeiten umgehen können.

Referent: Dr. Nils Schuhmacher.
Nils Schuhmacher ist Kriminologe und lehrt an der Universität Hamburg im Master-Studiengang Internationale Kriminologie. Er beschäftigt sich unter anderem mit jugendkulturellen Lebenswelten und Fragen sozialpädagogischer Praxis.

 

Termine:

Teil 1  |   24. Juni 2020   |   14:00 – 15:00 Uhr
Teil 2  |   02. Juli 2020   |   14:00 – 15:00 Uhr
Teil 3  |   10. Juli 2020
  |   14:00 – 15:00 Uhr

Anmeldeschluss   |   22. Juni 2020

 

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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