Gender Parcours | Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen des Gender Parcours

Der Parcours besteht aus drei Modulen, die jeweils aus einem einführenden Filmbeitrag und einer praktischen Aktion bestehen. Die spielerischen Aktionen werden in wechselnden Kleingruppen und in der Großgruppe durchgeführt.

Der Parcours besteht aus folgenden drei Modulen:

Modul 1: "Geschlechter(un-)gerechtigkeiten"

Modul 2: "Äußere Zuschreibungen und eigene Bedürfnisse"

Modul 3: "Rollenvielfalt"

Zielgruppe

Der Parcours ist geeignet für den Einsatz in Einrichtungen der Jugendarbeit und in Schulen jeglicher Form. Die Förderung der Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe vor Ort ist ein besonderes Anliegen der FUMA Fachstelle Gender NRW. Insofern besteht ein großes Interesse daran, dass der Gender Parcours in Kooperation von Jugendarbeit und Schulen ausgeliehen und angeboten wird.

Altersstufe

Der Parcours ist ausgelegt für Mädchen und Jungen von 14 bis 16 Jahren. In diesem Alter sind sie bereits mit vielfältigen Rollenzuschreibungen und -erwartungen konfrontiert worden und wichtige Entscheidungen zur Zukunftsplanung liegen noch vor ihnen. In der Pubertät nehmen die eigene Geschlechtszugehörigkeit und das andere Geschlecht rapide an Bedeutung zu. Es wird immer wichtiger, sich als Mädchen oder als Junge „richtig“ zu verhalten und damit Anerkennung beim eigenen, aber auch beim anderen Geschlecht zu finden. Einzelne Module können auch mit älteren Jugendlichen gut durchgeführt werden.

Gruppengröße

Der Parcours ist für eine Gruppengröße von ca. 25 bis 30 Mädchen und Jungen ausgelegt. Die Gruppe sollte möglichst aus gleich vielen Jungen und Mädchen bestehen.  Sofern die Gruppenzusammensetzung gestaltbar ist (z.B. in Einrichtungen der Jugendarbeit) sollte darauf geachtet werden, dass das Geschlechterverhältnis in etwa ausgeglichen ist.

Dauer

Für den Durchlauf des Parcours wird insgesamt ein Zeitrahmen von 2,5 Stunden benötig. 

Begleitung

Um den Parcours moderieren zu können, werden die Fachkräfte vor Ort von geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  mit der Durchführung des Parcours vertraut gemacht. Ihnen wird vermittelt, wie die einzelnen Stationen funktionieren und worauf es jeweils inhaltlich ankommt, so dass sie selbstständig „ihre“ Mädchen und Jungen durch den Parcours begleiten können (Variante 1). Je nach Wunsch oder finanziellen Möglichkeiten kann das Team der Fachstelle auch selbst die Aufgabe übernehmen, die Mädchen und Jungen durch den Parcours zu führen (Variante 2). Dies wird im Einzelfall im Vorfeld abgesprochen.

Das Modul "Ausstellung" wird zwei Jungen erklärt.
Mädchen und Jungen durchlaufen das Modul "Ausstellung"
Zwei Jungen probieren das Modul "Ausstellung".
Zu Beginn führt ein Film in die Thematik ein.
Das Modul "Ausstellung".
Am Schluss bekommen alle Mädchen und Jungen ein Heft mit vielen Informationen.