Interkulturelle Pädagogik

Interkulturelle Pädagogik

Für die FUMA Fachstelle Gender NRW gilt das Arbeitsfeld der Interkulturellen Pädagogik - unter Bezugnahme der neueren Diskussionen des kritisch-reflexiven Umgangs mit dem Kulturbegriff und der Machtkontexte im Rahmen von pädagogischen Praxen - als ein weiteres wichtiges Querschnittsthema (neben der Genderpädagogik). Hierzu gehört die Auseinandersetzung mit der sozialen Konstruktion des "Fremdmachens" von Menschen und Gruppen unter den Bedingungen einer Migrationsgesellschaft.

Mit der Verknüpfung  von Gender- und Interkultureller Pädagogik arbeitet die FUMA Fachstelle Gender NRW auf der Ebene der Beratung fachkräfte- und trägerübergreifend. Das Ziel ist es, Fachkräfte und Träger für interkulturell-geschlechtergerechte Konzepte und Angebote in der Verzahnung zu sensibilisieren.

 
Mit Blick auf den unveränderbaren Einfluss von Migrationsprozessen in der Bundesrepublik und den daraus resultierenden Folgen für die Gesellschaft gilt eine interkulturelle Qualifizierung für pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe als eine Schlüsselkompetenz. Damit sollen Fachkräfte für einen differenzsensiblen und diskriminierungskritischen Umgang befähigt werden. Der Fokus liegt in der Reflexion von eigenen erlernten Denk- und Deutungsmustern (Auernheimer spricht von Kultur als Orientierungssystem), die unsere Wahrnehmungen, Bewertungen und Handlungen maßgeblich beeinflussen. In diesem Zusammenhang ist der Kulturbegriff ein höchst dynamisches Diskursfeld, welches mit ständigen Aushandlungsprozessen in Verbindung steht (vgl. Schröer 2011, S. 46).  Durch eine interkulturelle Sensibilisierung sollen pädagogische Fachkräfte befähigt werden, durch die Reflexion von Normalitätsbildern und der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Prozessen, die soziale Ungleichheit hervorbringen, sich neue Zugänge zu ihrer pädagogischen Arbeit zu verschaffen. Es gilt in diesem Zusammenhang zu erkennen, dass Migration nur eine von mehreren Zugehörigkeitsmerkmalen bei Menschen ist.

 

Folgende Leistungen bietet die FUMA Fachstelle Gender NRW für den Bereich der Interkulturellen Pädagogik an: 

  • Qualifizierung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe im Themenfeld "Interkulturelle Pädagogik und Interkulturelle Kompetenz“
  • Qualifizierung zu interkulturellen und migrationsbezogenen Aspekten innerhalb von Genderkontexten
  • Fortbildungen, Fachberatungen und Vorträge im Spektrum von kritischer Interkultureller Pädagogik in Verbindung mit rassismuskritischen Aspekten, Interkultureller Jungen- und Mädchenarbeit
  • Fortbildungen, Fachberatungen und Vorträge  zu Geschlechterbildern und -vorstellungen und Lebenswelten von Jungen und Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund