Jungenarbeit als Teil der Präventionsarbeit gegen gruppenbezogene Ablehnungen und Neonazismus

Forderungen nach einer „Wiederentdeckung der Männlichkeit“, nach „Mannhaftigkeit“ und „Wehrhaftigkeit“ stehen im Rechtspopulismus aktuell hoch im Kurs, besonders wenn es um den Schutz „unserer Frauen“ geht. Bei der Bearbeitung der Fragen, wieso sich Jungen und junge Männer in rechte bis rechtsextreme Szenen orientieren oder solche Weltbilder vertreten bzw. wie sich das verhindern lässt, kommt geschlechterreflektierenden Ansätzen in Regel- oder speziellen Jungenangeboten eine besondere Bedeutung zu.

Aufbauend auf Erkenntnisse zu Männlichkeitskonstruktionen und Schnittstellen in entsprechende Weltbilder wollen wir gemeinsam wesentliche Ansätze einer geschlechterreflektierten Präventionsarbeit mit Jungen und jungen Männern erarbeiten. Für eine präventive Perspektive ist es relevant, sich bereits mit gruppenbezogenen Abwertungen und Ablehnungen, die häufig als ganz alltäglich gelten, auseinanderzusetzen.

Gemeinsam wird erarbeitet/ diskutiert, wie die Teilnehmenden das für den eigenen beruflichen Alltag einsetzen können. In Mittelpunkt der Fortbildung steht deshalb:

  • die Vorstellung und Diskussion einer Praxisforschung zu abwertenden Jungen
  • der Erfahrungsaustausch und Fallbesprechungen
  • der Umgang mit abwertenden, sexistischen, rassistischen oder rechtextremen Äußerungen von Jungen
  • die Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf die eigene Haltung, Arbeitsfeld und konkrete Beziehungsgestaltung

Zielgruppe:

Fachkräfte und Multiplikator_innen der Kinder- und Jugendhilfe der geschlechtersensiblen Arbeit/ Jungenarbeit

Die Teilnahme setzt eine aktive Mitarbeit voraus.

 

Termine 2019 folgen

Kosten: 50€

Weitere Angebote: