Geschlechtergerechtigkeit interreligiös – am Beispiel von Christentum und Islam

In der Kinder- und Jugendarbeit spielen Religionszugehörigkeiten und Bilder, die damit verbunden werden, häufig eine zentrale Rolle. Zum einen werden pädagogische Angebote durch konfessionelle Träger gestaltet und Themen sowie deren inhaltliche Ausrichtung dadurch geprägt. Zum anderen bietet Religionszugehörigkeit(en) der Familien und der Fachkräfte, die Chance, sich zu identifizieren und sensible Lebensthemen aufzugreifen.

Geschlechtergerechtigkeit und die Anerkennung sexueller Vielfalt sind sowohl in den Einrichtungen wie auch bei den Individuen wichtige und kontroverse Werte. Tabus oder institutionelle Grenzen und Herausforderungen werden (z.B. bei der sexuellen Orientierung) teils verdeckt. Um Situationen positiv gestalten zu können, ist es für die Mitarbeitenden wichtig, zu unterscheiden, was religiös bedingt ist und was traditionell motiviert ist.

Mit den Angeboten und ihrem Verhalten nehmen pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche eine wichtige Vorbildfunktion ein. Sie können – etwa mit Hilfe von Erzählungen – eine gemeinsame, historisch-kontextualisierte Auseinandersetzung fördern. Dazu benötigen sie Wissen, eine eigene Haltung und methodische Kompetenzen. In dieser Fortbildung werden:

  • Wissen zu (feministischen) Geschlechterleitbildern im Islam und Christentum thematisiert und diskutiert
  • eigene Erfahrungen und Positionen reflektiert
  • interreligiöse Handlungsmöglichkeiten (am Beispiel der Schöpfungsgeschichten) ausgelotet

In dieser Fortbildung wird sich in Vorträgen und Übungen dem Thema angenähert. Dazu ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit wichtig.

Zugang zur E-Learning-Plattform www.gender-login.de: Bereitstellung von Materialien/ Vernetzungsmöglichkeit + kostenloser Grundkurs „Gender und Vielfalt kennenlernen“ zur Vertiefung

Referierende: Rabeya Müller (Imanin, LIB Köln), Kerstin Schachtsiek

Termin: 30.10.2018 10 – 16 Uhr

Kosten: 50€

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