Veranstaltungen 2017 | Jungen_arbeit in der Migrationsgesellschaft

Jungen_arbeit in der Migrationsgesellschaft 

mit einem spezifischen Blick auf  "Ehre und Männlichkeit" im Kontext des Jungenprojektes "Heroes"

 


In der Öffentlichkeit werden Jungen_ häufig über problematische Aspekte wahrgenommen, die einhergehend mit problematischen Geschlechterkonzepten in Verbindung gebracht werden. Bei Jungen_ mit einem sog. Migrationshintergrund fließen zusätzlich kulturell-ethnische Begründungmuster als Ursachenerklärung mit ein. Insbesondere nach den gewaltsamen (sexualisierten) Übergriffen von Männern in der Silvesternacht 2015/2016 (z.B. in Köln), ist verstärkt eine Diskussion über Geschlechterbilder und Männlichkeitsentwürfe im Kontext von Jungen, Migration und Flucht feststellbar. In diesem Zusammenhang wird schnell der respektlose Umgang von Jungen_ mit weiblichen_ Fachkräften im pädagogischen Bereich als eindeutig „kulturelles Problem“ gedeutet. Einerseits werden bestimmte Jungen_gruppen mit ethnisch-diskriminierenden Aussagen und Strukturen konfrontiert und andererseits greifen sie selbst auf ethnisierende Argumentationsmuster zurück. Was kann dahinter stecken? Gleichzeitig ist zu fragen, wie Jungen_arbeit sich in einer Migrationsgesellschaft mit immer weiter verändernden Männlichkeiten in rassistisch und sexistisch aufgeladenen gesellschaftlichen Kontexten positionieren muss?

Im ersten Teil der Fortbildung sollen neben Impulsen zu Jungen_bildern und Geschlechtervorstellungen und gesellschaftlichen Bedingungen auch Grundlagen von Jungen_arbeitsansätzen (in Verknüpfung mit migrationspädagogischen und rassismuskritischen Blickrichtungen) in der Migrationsgesellschaft vermittelt werden. Dabei soll pädagogischen Fachkräften auch die Möglichkeit gegeben werden, eigene Verhaltens- und Denkmuster im Sinne einer geschlechter- und diversitätssensiblen Haltung zu hinterfragen.

Für den zweiten Teil der Veranstaltung werden Mitwirkende des Praxisprojektes „Heroes“ neben der Vorstellung des Praxisprojektes „Heroes – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“ und Erfahrungsberichten in Rollenspielen Szenen zu den Themen „Ehre und Männlichkeit“ dargestellt. Diese werden diskutiert, reflektiert und Lösungsansätze für den Umgang in der Praxis erarbeitet.

Die Teilnehmer_innen erhalten einen Zugang zu der E-Learning Plattform „gender_login“. Hier werden weiterführende Inhalte bereitgestellt wie auch die Möglichkeit zur weiteren Vernetzung gegeben.

Jungen_arbeit in der Migrationsgesellschaft

Referent_innen: Birol Mertol (FUMA Fachstelle Gender NRW), Susanne Lohaus und Selim Asar (Projekt- und Gruppenleitung Heroes)

Termin: 22.06.2017

Uhrzeit: 10.00 - 16.00 Uhr

Ort: Haus der Evangelischen Kirche, III. Hagen 39, 45127 Essen

Kosten: 50€ (inkl. Getränke)

Anmeldung

Anfahrt

Birol Mertol
Susanne Lohaus
Selim Asar